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Wer mehr als 20.000 US-Dollar pro Spiel riskiert, wird den "Premium
Players" zugeordnet, klettern die Einsätze auf 100.000 und mehr US-Dollar,
spricht man voller Ehrfurcht von den "Walen".
Einer der finanzstärksten "Wale", der regelmäßig in Las Vegas zockt, ist
der australische Medienmogul Kerry Packer. Der öffentlichkeitsscheue Milliardär
besteht bei seinen Casinogastspielen auf äußerste Diskretion. Meist verliert
Packer hohe Summen, in einer berühmt gewordenen Glückssträhne beim Black
Jack sackte er allerdings mehr als 20 Millionen US-Dollar ein. Kerry Packer
zeigte sich danach als großzügiger Gewinner: Er bedankte sich bei der
Bankhalterin, indem er die Hypothek ausglich, die auf ihrem Haus lastete.
Nicht nur seines Großmutes wegen ist der spielfreudige Medienmogul ein
gern gesehener Gast in Las Vegas. Die Casinohalter wissen, dass Megazocker
wie Packer viel Geld ins Land bringen. Daher lassen sich die Casino-Verantwortlichen
auch so manches einfallen, um ihren Gästen einen möglichst angenehmen
Aufenthalt zu bereiten. Besonders bemüht ist man in Las Vegas um die Superreichen
aus Asien, die trotz der dortigen Finanzkrise immer noch genug Geld haben,
um es auf den Spieltischen einzusetzen. Wenn ein "Premium Player" aus
Asien in Las Vegas vor einem Spieltempel vorfährt, sitzt er garantiert
NICHT in einer weißen Limousine. Denn Zocker, allen voran die asiatischen,
sind mega-abergläubisch. Und in Asien wird die Farbe weiß mit Beerdigungen
assoziiert.
"High rollers" haben, was ihre Betreuung anlangt, schon immer hohe
Ansprüche gestellt. Im unerbittlichen Wettkampf der Casinos um die zahlungskräftigsten
Kunden werden alle Rekorde gebrochen. So hat sich zum Beispiel das berühmte
"Rio" einen Weinkeller zugelegt, in dem Flaschen im Wert von sechs Millionen
US-Dollar liegen. Absolutes Prunkstück: Ein Château Mouton-Rothschild,
Jahrgang 1924. Sein Preis: 200.000 US-Dollar, bei Barzahlung kostet der
edle Tropfen um tausend Bugs weniger. Wenn ein "High roller" sehr viel
spielt, kann er sogar umsonst logieren. Durchschnittlich verschenken die
Casinos in Las Vegas mehr als zehn Prozent ihres Gewinns, die in Form
von Gutschriften an die Gäste zurückfließen.
Wer meint, dass die Megazocker nur an Spieltischen ihr Geld riskieren,
irrt gewaltig. Nicht wenige der "High rollers" versuchen ihr Glück an
speziell eingestellten Spielmaschinen, bei denen es auch um riesige Summen
geht, weshalb diese einarmigen Banditen in Räumlichkeiten aufgestellt
sind, zu denen das zockende Fußvolk keinen Zugang hat.
Für passionierte Pokerspieler sind die alljährlichen "Binion's World
Series of Poker" das höchste Glück. Es ist das größte Pokerturnier
der Welt. Wer an dieser "Tour de France" des Pokerspiels teilnehmen will,
muss erst einmal 10.000 US-Dollar berappen. Die Gewinnausschüttung dieses
Megaturniers kann sich sehen lassen - die Preisgelder bewegen sich in
einer Höhe von mindestens 12 Millionen US-Dollar. Wer bei diesem Turnier
mitpokern darf, gilt in Pokerkreisen ein für allemal als Halbgott.
Mit freundlichen Genehmigung von Discovery
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